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Development 4 Minuten Lesezeit

FontWerk 1.1.0 ist da: Schnellere Abläufe, bessere Prüfungen und neue Projektdokumente

Mit Version 1.0.0 wurde FontWerk erstmals als vollständige Anwendung zur lokalen Verwaltung, Prüfung und temporären Aktivierung von Schriften veröffentlicht. Version 1.1.0 baut auf dieser Grundlage auf und konzentriert sich vor allem auf den täglichen Arbeitsablauf: Häufig benötigte Funktionen sind schneller erreichbar, lange Vorgänge werden transparenter dargestellt und die Möglichkeiten zur Prüfung und Dokumentation von Schriftprojekten wurden deutlich erweitert.

Schriften schneller aktivieren und deaktivieren

Eine der auffälligsten Neuerungen befindet sich direkt in der Schriftenliste. Jede externe Schrift besitzt nun einen kompakten Power-Schalter, über den sie mit einem einzigen Klick temporär aktiviert oder wieder deaktiviert werden kann. Die bisherigen Funktionen in Toolbar und Kontextmenü bleiben weiterhin erhalten.

Während FontWerk eine Schrift verarbeitet, wird anstelle des Schalters ein kleiner Spinner angezeigt. Auch die zugehörigen Schaltflächen zeigen den laufenden Vorgang sichtbar an. Die Aktivierung selbst erfolgt nun außerhalb des UI-Threads, sodass die Oberfläche nicht mehr unnötig blockiert wird.

Wenn FontWerk beim Start mehrere zuvor aktive Schriften wiederherstellt oder beim Beenden temporär aktivierte Schriften deaktiviert, informiert ein eigener Fortschrittsdialog über den aktuellen Stand. Stapeloperationen wurden außerdem technisch optimiert, sodass Windows nur noch einmal pro Vorgang über die geänderte Schriftensituation informiert werden muss.

Robustere Schriftquellen und verbessertes Drag-and-drop

FontWerk unterscheidet nun klar zwischen rekursiv durchsuchten Schriftordnern und einzeln hinzugefügten Schriftdateien. Wird beispielsweise eine Datei direkt von einem Laufwerk in FontWerk gezogen, registriert die Anwendung nicht mehr automatisch das gesamte übergeordnete Laufwerk als Schriftquelle.

Damit wird verhindert, dass das Ablegen einer einzelnen Datei versehentlich einen umfangreichen Scan eines kompletten Laufwerks oder Netzwerkverzeichnisses auslöst.

Der rekursive Scan von Schriftordnern wurde ebenfalls robuster gestaltet. Nicht erreichbare Unterordner brechen den gesamten Vorgang nicht mehr ab. Bereits gefundene Schriften bleiben erhalten, während andere erreichbare Verzeichniszweige weiter verarbeitet werden. Während eines Scans erscheint direkt über der Schriftenliste eine gut sichtbare Bitte-warten-Anzeige.

Große oder stark verschachtelte Netzwerkordner können weiterhin entsprechend viel Zeit benötigen. FontWerk priorisiert hier bewusst einen möglichst vollständigen Scan gegenüber einem schnellen, aber möglicherweise unvollständigen Ergebnis.

Projektblatt und erweitertes Musterblatt

Virtuelle Schriftordner können nun über den neuen Kontextmenüpunkt „Projektblatt“ umfassend dokumentiert werden. Vor der Erstellung führt FontWerk automatisch eine aktuelle Projektprüfung durch.

Das Projektblatt enthält für jede Schrift eine eigene Seite mit unter anderem:

  • Textprobe und Zeichenabdeckung
  • fehlenden Unicode-Zeichen
  • Konfliktinformationen
  • Familie, Schriftschnitt, Stil und Gewicht
  • Version, Hersteller und Designer
  • PostScript-Name, Prüfsumme und Dateipfad
  • den hinterlegten Projektinformationen

Die Vorschau unterstützt Seitennavigation, Drucken und den Export als mehrseitige PDF-Datei.

Auch das bestehende Musterblatt wurde erweitert. Fehlende Zeichen werden jetzt in allen Bereichen rot markiert. Der frei definierbare Mustertext beginnt grundsätzlich auf Seite 2 und kann automatisch über beliebig viele weitere Seiten verteilt werden. Ein Fehler, durch den gelegentlich nur das letzte Wort auf eine zusätzliche Seite verschoben wurde, wurde ebenfalls behoben.

Fehlende Zeichen sofort erkennen

Die Textprobe im Hauptfenster zeigt fehlende Zeichen nun direkt in Rot an. Windows kann weiterhin eine Ersatzschrift zur Darstellung verwenden, die rote Kennzeichnung macht jedoch deutlich, dass das jeweilige Zeichen nicht in der ausgewählten Schrift enthalten ist.

Dabei verwendet FontWerk dieselbe technische Zeichenabdeckungsprüfung wie im entsprechenden Analysebereich. Die Darstellung wird automatisch aktualisiert, sobald sich die ausgewählte Schrift oder der Text der Probe ändert.

Verbesserte Analyse und klarere Entfernen-Funktionen

Der Analysebereich wurde um direkte Bereinigungsfunktionen erweitert. Externe Konfliktschriften können dort nach einer Sicherheitsabfrage entfernt werden. Temporär aktive Schriften werden vorher automatisch deaktiviert.

Zusätzlich wurden die Entfernen-Funktionen im Kontextmenü eindeutiger benannt:

  • „Aus virtuellem Ordner entfernen“ entfernt lediglich die Zuordnung zum aktuellen Projektordner.
  • „Aus FontWerk entfernen“ entfernt eine einzeln registrierte externe Schrift vollständig aus der FontWerk-Bibliothek und aus den Einstellungen, ohne die physische Datei zu löschen.

Dadurch ist klarer erkennbar, ob lediglich eine Projektzuordnung oder die Registrierung innerhalb von FontWerk entfernt wird.

Neue Sprachen und sofortige Darstellungseinstellungen

Neben Deutsch, Englisch und Französisch unterstützt FontWerk jetzt auch:

  • Spanisch
  • Italienisch
  • Japanisch
  • vereinfachtes Chinesisch

Jede Sprache wird in der Auswahlliste in ihrer eigenen Sprache dargestellt. Ein Wechsel der Sprache oder des Designs wird sofort auf die geöffnete Oberfläche angewendet, ohne dass das Einstellungsfenster geschlossen werden muss.

Wird das Fenster ohne Speichern verlassen, stellt FontWerk die zuletzt gespeicherte Sprache und das vorherige Design wieder her.

Weitere Verbesserungen

Version 1.1.0 enthält außerdem zahlreiche kleinere Anpassungen:

  • eigene, zum Programmdesign passende Meldungs- und Bestätigungsdialoge
  • eine erweiterte Palette mit 32 Farben für virtuelle Ordner
  • eine feste visuelle Markierung für „Alle Schriften“
  • klarere Statusmeldungen bei Drag-and-drop und Dokumenterstellung
  • eine Bestätigungsabfrage beim Beenden, auch über das Tray-Menü
  • verschiedene Stabilitäts-, Performance- und Darstellungsverbesserungen

Mit FontWerk 1.1.0 wird der Schwerpunkt stärker auf einen flüssigen Arbeitsablauf gelegt. Schriftprojekte lassen sich schneller organisieren, genauer prüfen und direkt als übersichtliche Dokumente ausgeben. Gleichzeitig machen Fortschrittsanzeigen, eindeutige Aktionen und verbesserte Statusmeldungen besser nachvollziehbar, was die Anwendung gerade ausführt.

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